Was bedeutet mein Name?

Was bedeutet der Name Ottokar?

Ottokar (auch Otokar) ist ein männlicher Vorname.

Herkunft und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name stammt aus dem Germanisch-Althochdeutschen und setzt sich aus ot (‚Besitz, Reichtum‘, wie in Odo/Otto, Otfried) und einer wenig klaren Zweitsilbe zusammen.[1] Letztere findet sich auch in  Gundaker. Beide Namen scheinen im Südosten des Sprachgebiets heimisch.

Eine altertümliche Schreibweise ist Odowakar, in althochdeutschen Glossen Otacher[2], im Hildebrandslied in der Form Otachre.[3] Eine frühe lateinische Form ist dann Odo(v)acer oder Odovacrius.[4]

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorname:

  • Otokar Březina (1868–1929), tschechischer Dichter
  • Ottokar von Chiari (1853–1918), österreichischer Laryngologe
  • Ottokar Czernin (1872–1932), führender Diplomat Österreich-Ungarns
  • Ottokar Dörffel (1818–1906), deutsch-brasilianischer Rechtsanwalt, Bürgermeister, Redakteur und Verleger
  • Ottokar Franz Ebersberg (1833–1886), Wiener Theaterdichter und Journalist
  • Otokar Fischer (1883–1938), tschechischer Übersetzer, Literaturwissenschaftler und Dramaturg
  • Ottokar Israel (1919–2004), deutscher Historiker, Archivar und Genealoge
  • Ottokar Kernstock (1848–1928), österreichischer Dichter, Priester und Augustiner-Chorherr
  • Ottokar Lorenz (Historiker) (1832–1904), österreichisch-deutscher Historiker und Genealoge
  • Ottokar Luban (* 1937), deutscher Historiker und Sekretär der internationalen Rosa-Luxemburg-Gesellschaft
  • Ottokar Runze (1925–2018), deutscher Schauspieler, Regisseur, Filmproduzent und Synchronsprecher
  • Ottokar Schupp (1834–1911), evangelischer Pfarrer und Volksschriftsteller
  • Ottokar Uhl (1931–2011), österreichischer Architekt und Hochschullehrer
  • Ottokar Wüst (1925–2011), deutscher Fußball-Funktionär

Fiktive Personen:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eine historische Arbeit findet sich in: Jacob Spiegel (Sekretär des K. Maximilan I.): Etymologische Deduction des Namens Ottokar, K III, S. 308. Angegeben als Nr. 240 in: Joseph Chmel: Der österreichische Geschichtsforscher, Band 1, Verlag F. Beck, 1838, S. 377 (Google eBook, vollständige Ansicht)
  2. Moritz Schönfeld: Wörterbuch der altgermanischen Personen- und Völkernamen. Carl Winter, Heidelberg 1911. S. 174ff.; Hermann Reichert: Lexikon der altgermanischen Namen. Böhlau, Wien 1987. S. 999ff.
  3. Vgl. z. B. Das Hildebrandlied, in: Haug, Walther; Vollmann, Benedikt Konrad: Frühe deutsche und lateinische Literatur in Deutschland. 800-1150, Frankfurt/Main 1991, S. 9–15, hier S. 10 (V. 18 u. 25).
  4. AE 1967, 00007

Dieser Text entspricht dem Wikipedia-Artikel »Ottokar«.
Dieser Artikel steht unter der Lizenz CC-BY-SA.

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